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Die Geburtsvorbereitung

Die Geburtsvorbereitung

Die Geburtsvorbereitung ist doppelt wichtig:

1. Es beginnt mit der Geburt die neue Laktation des Muttertiers 

2. Die Aufzucht oder Mast des Kalbes startet 

Fütterung vor der Geburt

Die Vorbereitung über die Fütterung des Muttertiers fängt bereits in der Spätlakation an. Du musst es leistungsgerecht und energiereduziert füttern. Es kann sich sehr lohnen, einen  Futterplan für dieses Laktationsstadium zu berechnen, insbesondere auch bei einer TMR-Fütterung. Der  Futterverzehr des Muttertiers ist der Schlüssel zu einer guten Geburts- und Nachgeburtsphase. 

Die trockenstehenden Tiere dürfen nicht die „Abfälle“ der laktierenden Tiere erhalten. Qualitativ gutes aber energiearmes Futter (5 NEL) für die Galtkühe ist eine Investition in die nächste Laktation, da Tiere mit hoher Futteraufnahme erwiesenermassen weniger Nachgeburtsverhalten, Stoffwechselstörungen und Fruchtbarkeitsprobleme anfangs Laktation haben. Achte darauf,  dass in der effektiven Trockenstehzeit die Kuh weder an Körperreserven (Fett) zunimmt, aber auch nicht mehr verliert. Das ist nicht immer einfach! Eine zu fette Galtkuh darfst Du nicht auf Diät setzten, weil Du damit ihren Verzehr unterdrücken würdest. Sie soll ihre Körperreserven möglichst gleich halten. Ein BCS zur Geburt von 3.5 ist ideal. Regelmässige Bewegung unterstützt dieses Ziel. Link BCS

Wenn es Dein Betrieb erlaubt, mache innerhalb der Galtgruppe 2-3 Fütterungsgruppen, so dass Du die Trockenstehzeit nochmals fütterungstechnisch unterteilen kannst. 

2-3 Wochen vor der Geburt befindet sich die Kuh in der Vorbereitungsphase: Sie eutert auf und die honigartige Biestmilch wird produziert. 

Da jede Futterumstellung für die Mikroorganismen im Pansen und damit für das ganze „System Kuh“ eine Umstellung bedeutet, musst Du die Kuh in dieser Phase unbedingt anfüttern und das nicht erst einige Tage vor der erwarteten Geburt. So können sich die Mikroorganismen bis zur Geburt an die Ration mit Kraftfutter nach der Geburt gewöhnen und müssen nicht auch noch „umgestellt“ werden. Die Umstellung von Trockenstehen auf Milchproduktion zusammen mit der Geburt ist für deine Kuh schon eine genug hohe Belastung.